Guten Tag,

mein Name ist Sila, ich bin 16 Jahre alt und hatte die Ehre 2015/2016 mit e2 in den USA zu verbringen.

10 Monate habe ich auf einer kleinen Farm in Marion, Wisconsin gelebt. Meine Host Family bestand aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater und meinen Gastgeschwistern (Zwillinge, welche im gleichen Alter waren wie ich). Wir lebten auf einer Farm mit Kühen, Pferden, Hühnern, Truthähnen, Katzen und Hunden. Mein Tagesablauf sah so aus, dass wir morgens vor der Schule alle gemeinsam aufgestanden sind um chores zu machen d.h. Kühe melken, alle Tiere füttern, Ställe sauber machen ect. Genau das gleiche haben wir auch abends nach dem Schulsport gemacht.

Schulsport und der School Spirit der dazu gehört sind wohl das Beste, das du je erfahren wirst! Jeder feuert dich an, sogar der Gegner! Die eigentliche Konkurrenz steht im Hintergrund; der eigentliche Gewinner ist der, der am meisten Spaß hatte! Und das Beste ist wohl, mit dem ganzen Team nach den Turnieren bzw. Rennen im gelben School Bus nach Hause zu fahren, aber auf dem Weg zurück noch bei einer typischen fast Food Kette zu halten und sich mit so viel leckerem amerikanischem Essen vollzustopfen wie es nur geht, denn im Endeffekt hast du es Dir ja verdient.

Aber VORSICHT!! Das amerikanische Essen macht süchtig. Wisconsin ist dafür bekannt, sehr viel Käse auf den Tellern zu haben, da es nun mal der „Farmer’s State“ ist und somit sehr viel leckere Milch produziert und in die ganze USA geliefert wird. Typisch Wisconsin sind Cheese Curds. Cheese Curds sind sozusagen Käsebälle die quietschen wenn man auf sie beißt. Diese gibt es in vielen verschiedenen Varianten, aber da alles in den USA immer ein bisschen größer ist, sind die riesigen deep fried Chese Curds, ca. so groß wie eine Faust, die beliebtesten. Seitdem ich in Deutschland bin, suche ich immer noch vergeblich nach Cheese Curds.

Als ob die USA nicht schon toll genug sind, gibt es ja noch die High School. Wenn man mal in einer typischen amerikanischen High School mit Schließfächern und Lunch-Räumen gewesen ist muss man sagen, da staunt man als deutscher Schüler schon nicht schlecht. Alles ist ein bisschen lockerer und es gibt sehr viel mehr Kurse die auch mal nicht „typisch Schule“ sind. Außerdem gibt es im Jahr 2 bis 3 Bälle, wobei der wohl bekannteste der Prom ist. Ich persönlich hatte die Ehre beim Snowball (Winterball) als ‚Snowball Queen‘ gekürt zu werden – ein unglaubliches Ergebnis!

Ich persönliche vergleiche das Leben mit einer Sonnenblume. Wir alle wachsen, blühen und sobald die Zeit gekommen ist werden wir ein bisschen kleiner. Wie auch eine Sonnenblume, brauchen auch wir Sonne und Wasser zum Überleben. Alle Menschen die ich in Wisconsin kennengelernt habe waren die Sonne und das Wasser zu meiner Sonnenblume. Dank ihnen habe ich geblüht wie noch nie zuvor.

Sila